Das SIP ist ein Klartextprotokoll zur Einleitung von Multimedia-Sitzungen und wird in Form von SIP-Nachrichten mit Parametern und korrespondierten Werten in Textzeilen übertragen. Grundsätzlich werden SIP-Nachrichten unterschieden in SIP-Request's,also Anfragen, und SIP-Response's, welche als Antworten zu einer Anfrage korrspondieren.
Die beteiligten Komponenten an über das SIP gesteuerte Multimedia-Sitzungen, lassen sich hierbei grundsätzlich als Client/Server Konzeption darstellen. Ein SIP-Fähiges Endgerät wird in diesem Zusammenhang als User Agent (kurz UA) definiert. Die Bezeichnung User Agent suggeriert hierbei eine Komponente, die Informationen von einem 'User' (zu dt. Benutzer) aufnimmt und in dessen Namen als 'Agent' handelt um Multimedia-Sitzungen auf- oder abzubauen. Weiterhin hat ein UA die Fähigkeit, den Status von Sitzungen, die es einleitet hat oder an denen es teilnimmt, eigenständig zu administrieren. Ein Status einer Sitzung wird hierbei durch die SIP-Parameter Call-ID und CSeq definiert, welche als Werte Informationen über einen korrespondierten SIP-Dialog zwischen Teilnehmern beinhalten.
Hierzu ist eine nähere Betrachtung von sog. SIP-Dialogen erforderlich. Ein SIP-Dialog ist ein Dialog zwischen zwei UA, der zum Austausch von benötigten Informationen für eine bevorstehende Datenübertragung von z.B. Sprachdaten für ein VoIP-Gespräch geführt wird. Dabei werden die Beteiligten Komponenten als User Agent Client (kurz UAC) und User Agent Server (kurz UAS) unterschieden. Die Unterscheidung in UAC und UAS hängt davon ab, ob die jew. Komponente eine Sitzung als UAC initiiert oder als UAS eine Anfrage entgegennimmt und diese beantwortet. In diesem Zusammenhang generiert ein UAC SIP-Requests und ein UAS SIP-Responses. Nachdem ein UA in seiner Funktionalität als Komponente definiert wird, die sowohl eine Sitzung initiieren als auch an einer Sitzung teilnehmen kann, wird für ein Endgerät als UA keine eindeutige Zuordnung als UAC oder UAS vorgenommen, sondern ergibt sich aus der jeweiligen Situation. Die Definition eines User Agent setzt hierbei als 'User' nicht zwingend einen Benutzer eines Endgerätes voraus. In einer VoIP-Architektur mit SIP kann auch eine technische Komponente, wie z.B. ein SIP-Gateway oder SIP-Proxy, als 'User' eines UA fungieren.
Hierbei spricht man von einem SIP-Gateway oder SIP-Proxy als Endgerät. Ein SIP-Gateway wird in diesem Zusammenhang als eine Komponente definiert, die als Schnittstelle einer SIP-Architektur zu einem Netwerk dient, dass auf einem anderen Protokoll für Signalisierungs- und Sprachdaten basiert. Ein SIP-Gateway, dass für beteiligte Komponenten aus den unterschiedlichen Architekturen je als UAC agiert, z.B. zwischen einer VoIP-Architektur und dem konventionellen Telefonnetz, ermöglicht als Endgerät die Kommunikation der Komponenten aus den unterschiedlichen Netzen sowohl für Signalisierungs-, als auch für Sprachdaten. Ähnlich wie das SIP-Gateway, ist ein SIP-Proxy für beteiligte Komponenten ein UAC, wobei ein SIP-Proxy in Verbindung mit einem SIP-Registrar das Routing von SIPNachrichten übernimmt. Dabei kann ein SIP-Proxy auch eigenständig als UAS agieren und stellt den Kommunikationspartner der Teilnehmer dar. Das SIP-Registrar ist für den SIP-Proxy die maÿgebliche Informationsquelle zum Weiterleiten von SIP-Anfragen in Form einer klassischen Telefonanlage. Grundsätzlich sind SIP-Server zu unterscheiden in 
- Proxy- Server
- Redirect-Server
- Registration-Server
Während ein Proxy-Server eigenständig die Weiterleitung einer Anfrage anhand von Informationen am SIP-Registrar vornimmt, teilt ein Redirect-Server mittels der SIPResponse '302 Moved temporarily' dem anfragenden Teilnehmer lediglich mit, wo er den gewünschten Gesprächspartner anhand der Registrierung derzeit erreichen kann, worauf der anfragende Teilnehmer seine Anfrage an den gewünschten Gesprächspartner versenden kann. Als Registration-Server wird eine Komponente bezeichnet, die einen SIP-Request 'REGISTER' annimmt und anhand der übermittelten Daten das Registrar aktualisiert.
Die Administration des SIP- Registrar erfolgt somit über einen SIP-Registrierungsvorgang.Hierbei leitet ein UAC, also z.B. der Nutzer des IP-Telefons, beim SIP-Registration-Server über einen SIP-Request 'REGISTER' den Registrierungsvorgang ein. Voraussetzung für eine Registrierung ist die Konfiguration von Benutzername und Passwort als SIP-Account am Registrar. Somit hat auch jeder Teilnehmer eine sog. SIP-URI 4, bestehend aus einer Teilnehmerkennung und einer IP-Adresse in der Notation 'Teilnehmerkennung@IPAdresse', wobei sich der Abschnitt 'IP-Adresse' aus der jeweiligen Registrierung ergibt, so dass der UAC über den einen SIP-Registrierungsdialog mit dem Registration-Server seine für SIP-Anfragen zu verwendende IP-Adresse mitteilt. Die SIP-URI für z.B. einen Teilnehmer mit der IP-Adresse 172.22.80.194 und der Teilnehmerkennung 22 gestaltet sich somit zu <sip:22@172.22.80.141>.

